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Schulen

Die Schule als lernende Organisation – Der Dialog nach D. Bohm.

Was sind die Bedingungen und Voraussetzungen, um die Gesprächskultur in einem grösseren
Team so zu beeinflussen, dass wir wegkommen vom Denken in Kategorien wie „richtig-falsch“,
„gut – schlecht“? Wer definiert die Werte „gut“. Solchen und damit verwandten Fragen widmen
wir uns, wenn wir uns daran machen, das alltägliches Diskussions- und Interaktions-Verhalten
unter die Lupe zu nehmen: Können wir eigene Überzeugungen oder Annahmen so in ein
Gremium eingeben, dass wir selbst auch in der Lage sind, sie in Frage zu stellen? Können wir
für eine „Sache“ plädieren ohne schon die unumstössliche Meinung zu haben, wir hätten die
einzige Lösung schon gefunden? Sind wir wirklich schon so offen, andere Meinungen anhören
zu können, ohne innerlich bereits unsere Kommentare und Wertungen zu bilden?


Die Ziele beim Dialog:


- verschiedene Meinungen als Chance wahrzunehmen, die gemeinsame Basis und Lösung in
  den  Vordergrund zu stellen.

- Verlangsamung: es ist im  "Arbeits"-Alltag, wo Effizienz und Tempo die vorherrschenden
  Grundkonstanten zu sein scheinen, dringend nötig, neue Schwerpunkte zu setzen. Es ist
  meine Überzeugung und entspricht meinen Erfahrungen, dass dort, wo achtsam und sorgfältig 
  aufgebaut wird, das Resultat qualitätsmässig am ehesten den Vorgaben gerecht wird. Und das
  hat dann mit Tempo nichts mehr zu tun.

- Neudefinierung der Werte, Ziele und Mittel eines Teams; dies geschieht unter anderem durch 
  die Aufdeckung der mentalen Modelle, mit denen wir unseren Alltag bewältigen.
 

Der Gewinn?


Nebst einer Entspannung des Klimas in der Lehrerschaft wird als Folge verbesserter
Beziehungen
die Energie wieder frei für die wesentlichen Aufgaben eines Schulteams
und seiner Mitglieder. Zusätzlich wird eine Vision der gemeinsamen Richtung eines Teams
zur Folge haben, dass sich interne Konflikte wie von selbst erledigen.

Dieses Weiterbildungsangebot wendet sich an alle Lehrkräfte, Schulhausteams und
(Schul-)Behörden, die bereit sind, in einen gemeinsamen Prozess einzusteigen, welcher
nicht nur die Teamarbeit, sondern auch den Schulalltag grundsätzlich auf eine andere Basis
zu stellen vermag.



In der Schule sind die Hierarchiestrukturen wesentlich flacher als in Industrie und
Wirtschaft. Das hat den Vorteil, dass ein Dialogprozess an verschiedenen Punkten
ansetzen kann, ohne dass wirkliche Schwierigkeiten zu gewärtigen sind. In der gegenwärtigen Entwicklung im Schulwesen wird zum Beispiel sehr deutlich, dass Widerstände vor allem dort
entstehen, wo von einer (weit) entfernten Instanz Prozesse auf dem Verordnungsweg in Gang
gesetzt werden. Dialog könnte hier an verschiedenen Punkten äusserst hilfreich sein, Barrieren
zum Verschwinden bringen und Energien wieder freisetzen.


Teamentwicklung

Am besten funktioniert Dialog in einem Team, wo ohne Druck von irgendeiner Seite her
verschiedene Themen schon „angedacht“ sind:

- Definition der Schulhauskultur: wie weit, wie viel wollen wir wirklich vereinheitlichen?
- Schulhausklima: was ist vertrauensfördernd?
- Wie sieht mein Ideal-Team aus?
- Werte, Ziele, Leitideen, Visionen
- Auftritt der Schule nach aussen?
- Wie lässt sich Zusammenarbeit auf allen Ebenen optimieren?
- Definition und Abgrenzung Team – Schulleitung – Behörde
- Wie erhalten wir gemeinsam unsere Selbstmotivation?
- Wie wollen wir die Vorgaben von Instanzen umsetzen, wie gehen wir mit Druck von
  aussen um, usw.
- Umgang miteinander, mit Behörde, mit Eltern, mit Angriffen von aussen
- Nutzung der Ressourcen im Team (Skillmanagement)
- Konfliktmoderation: Zuweisung, Abgrenzung 
- was wäre für uns die optimalen Rahmenbedingungen für eine geleitete Schule
- Mit welchen (unpraktischen) Überzeugungen gehen wir an Aufgaben heran?
  (Es funktioniert eh nicht - es machen doch nicht alle mit usw.)

Ein Team, das einen erfolgreichen Dialog führt, wird auch die Behörde animieren, in den Dialog einzusteigen. Dies ist eine Vorstellung von mir, da ich glaube, dass Lehrer – in der Sandwich-
position zwischen Behörden, Eltern und kantonalen Instanzen – am besten miteinander
arbeiten, kooperieren und Entwicklungen in Gang setzen, wenn sie frei von innen heraus den
Wunsch oder die Notwendigkeit spüren, eine Schule zu kreieren, wo alle am Morgen gerne zur
"Arbeit" (*) kommen.

(*) Hier geht es weiter zum Thema "
Mentale Modell"


Behörden / Schulleitung

Für Behörden und Schulleitungen ist es enorm wichtig, sich Klarheit zu verschaffen, wie und
auf welche Weise sie ihre interne und externe Kommunikation zu den verschiedenen Partnern
(Lehrer, Öffentlichkeit, Eltern, Schüler) aufbauen. Welche Annahmen und Überzeugungen
stehen hinter den Aktionen, die durchgeführt werden…

Schulleiter sind meist auch Unterrichtende, was die Lage nicht vereinfacht bei der Abgrenzung
zwischen Schulleiterrolle und Teammitgliedschaft. Sie sind speziell gefordert, ihren
Kommunikationsstil in Bezug auf ihre mentalen Modelle in den Bereichen „Führen“
und „Kollegen“ zu hinterfragen.


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Slow MotionThomas Buchmann - Dipl. Prozess- und DialogbegleiterDialogtraining - Organisationsentwicklung - MediationIm Baumgarten 21C; CH-8552 Felben-Wellhausen; Tel. +41 52 503 40 10; +41 78 848 88 41